Der schönste Teil des Donauradweges ist die Wachau,  UNESCO Weltkulturerbe

Fotoapparat oder Handykamera und Badegewand sind im Rucksack?

Für Jause und Trinken werden wir in der Wachau viele Einkehrmöglichkeiten finden.

 

Raus aus der Stadt, ein Rad Ausflug in die Wachau lockt. Zeitig in der Früh steigen wir am Wiener Hauptbahnhof in den Zug nach Melk.

Besuch in Stift Melk

Eine Stunde später spazieren wir schon durch die kleine Altstadt von Melk, auch als Tor der Wachau bezeichnet. Hoch über der Donau und der Stadt begrüsst uns in leuchtendem Gelb das Benediktinerstift Melk. Hier spazieren wir durch den Park und genießen den wunderbaren Blick über das Donautal. Stift Melk wurde im 11. Jahrhundert begründet und zeigt sich heute als eines der schönsten einheitlichen Barockensembles Europas. Eine Führung durch das Stift und die sehenswerte Stiftsbibliothek führt uns in die Geschichte von Stift Melk.

Mit dem Leihrad flussabwärts von Melk bis Krems

An diesem Tag wollen wir mit dem Fahrrad unbeschwert durch die Wachau bis Krems radeln. Hinunter zur Donau führt uns der Weg wo wir bei Wachau-Touristik ein Touren Rad ausleihen.
Die Wachau ist der 36 km lange Donau-Abschnitt zwischen Melk und Krems. Die Wachau ist als der schönste Abschnitt des Donauradweges von Passau nach Wien bekannt. Außergewöhnlich eindrucksvoll und schützenswert sind die Landschaft, die mittelalterlichen Burgruinen und pitoresken Städtchen. Deshalb wurde die Wachau zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Naturerlebnis, die freifliessende Donau

Wir können an beiden Seiten der Donau Fahradfahren, einmal an der einen Uferseite und mit einer Fähre wechseln wir mehrmals auf die jeweils andere Uferseite.
Dem Südufer entlang ist ein sehr schöner, fast immer von der Straße weit entfernt angelegter Fahrradweg. Mit Blick auf Terrassen Weingärten, steile Felsenhänge, Obstgärten. Durch ruhige Aulandschaften und pittoreske mittelalterliche Städtchen und an über der Donau liegenden Burgruinen vorbei, führt uns der Donauradweg. Es ist ein Genuss die Donau abwärts zu radeln. Es geht fast immer leicht bergab.
Am Nordufer gibt es mehr Attraktionen. Hier ist es auch lauter, die Straße neben dem Radweg ist stark befahren und der Radweg führt über längere Strecken direkt neben der Autostrasse. Unsere Rad Tour auf dem Donauradweg durch die Wachau beginnt am rechten, ruhigeren Donauufer immer flussabwärts.

 

Zahlreiche Schotterinseln, Schotterbänke, Altarme und Auwaldreste charakterisieren die freie Fließstrecke der Donau in der Wachau. Bedingt durch die ökologischen Schotterstrukturen und die renaturierten Donauarme z. B. bei Schönbühel, Aggsbach Dorf und Rossatz-Rührsdorf wird der artenreiche Fischbestand in der Wachau gefördert. So können in dem wellenschlaggeschützten Seichtwasser der Nebengewässer der Donau, Jungfische besser überleben.

 

Geschützte Donau Auen

Durch naturgeschützten Auwald mit renaturierten Donau Altarmen der hier freifliessenden Donau radeln wir so dahin. Bald sehen wir auf einem Felsvorsprung, direkt am Donauufer, Schloss Schönbühel und das ehemalige Servitenkloster Schönbühel. Die stimmungsvolle Klosteranlage mit Kirche (in der Unterkirche ist die Geburtskirche Christi nachgebaut) könnten wir besuchen.

In Schönbühel ragen die Felsen in die Donau hinein. Deshalb werden wir ein kurzes Stück auf einer eigenen Radtrasse neben der Straße aufwärts geleitet, um dann gleich wieder bergab in den Auwald zu rollen. Dem Donauufer entlang fahren wir immer weiter bis Aggsbach Dorf. Ein verlassenes Kartäuser Kloster und eine mittelalterliche Hammerschmiede erwarten uns hier als Sehenswürdigkeit.

Eine besondere Venus

Eine ca. 25.000 Jahre alte Kalkstein Venus aus der Steinzeit wurde in der kleinen Ortschaft Willendorf, am anderen Donauufer gefunden. Das bedeutende Original der Venus aus Willendorf ist im Naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt.

Raubritter in der Wachau

Kurz danach wandert unser Blick hinauf zu der berühmten und imposanten Ruine Aggstein. Mit E-Bike unterwegs? Unser Tipp: radeln wir bergauf um eine beeindruckende Zeitreise ins Mittelalter zu erleben. Geschichten der Raubrittern an der Donau in der Wachau werden den Blick erweitern.

Marillenblüten Meer entlang dem Donauradweg

Weiter fahren wir, immer weiter dem Fluss entlang an St. Johann im Mauerthale vorbei. Zur Zeit der Wachauer Marillenblüte tauchen wir hier in ein zartrosa Blütenmeer der Arnsdorfer Marillengärten.

 

Von St. Johann im Mauerthaleaus blicken wirim Frühjahr über ein Blütenmeer

 

Nur ein paar Tage lang dauert dieses Naturschauspiel. Auf den felsigen Hängen wachsen auf Steinmauer Terassen beste Wachauer Weine.

Wo ist die Teufelsmauer ?

Eine Rast tut jetzt gut, denn die Hälfte des Radweges von Melk bis Krems sind wir schon gefahren. Ein schöner Platz zum Rasten ist Oberarnsdorf. Eine Traumaussicht auf die gegenüberliegende Donauseite mit der Teufelsmauer, der Burgruine Hinterhaus und Spitz, genießen wir von diesem Platz aus. Das Gebiet um Spitz und Weissenkirchen ist das Herzstück der Wachau. 830 wurde es erstmals urkundlich mit dem Namen Wahova erwähnt.

 

1955 wurde die Wachau zum Landschaftschutzgebiet erklärt. In den siebziger und achtziger Jahren wurde der Bau eines Donaukraftwerkes bei Rührsdorf erfolgreich abgewehrt. Somit konnte die Donau im Bereich der Wachau als fliessendes Gewässer erhalten bleiben. Die Wachau bewarb sich daraufhin erfolgreich um das Europäische Naturschutzdiplom des Europarats und die Auszeichnung als UNESCO-Welterbe. Die Zukunft der Wachau, die Erhaltung und Verbesserung dieser einzigartigen Landschaft ist damit zur Sache der gesamten Menschheit geworden. Die besondere geologische, klimatische und landschaftliche Vielfalt macht die Bedeutung der Wachau aus. Ein schützenswerter Naturraum von Flusslandschaft, Hangwiesen, Trockenrasen, Weinterassen, Obstgärten und Wäldern. Die Marillenblüte Mitte April gilt als Höhepunkt des Frühlings, als besonderes Naturerlebnis, in der Wachau.

 

Steinterassen Weingärten auf Urgestein

Ausgeruht fahren wir auf dem Treppelweg ein kurzes Stück bis zur Rollfähre. Übers Wasser gehts nach Spitz. Diese Rollfähre bietet etwas Besonderes. Eine Kunstinstallation des international bekannten dänischen Künstlers, Olufar Eliasson. Eliasson beschäftigt sich mit physikalischen Phänomenen der Natur wie Licht, Wasser, Bewegung.
Spazieren wir doch durch Spitz und bestaunen die alten Steinterassen Weingärten.

 

Die typischen vor Jahhunderten bereits angelegten Terrassenweingärten entlang der Donau und die dort gedeihenden feinfruchtigen Rieslinge und Grünen Veltliner, machen das Weltkulturerbe Wachau zu einem der bedeutendsten österreichischen Weinanbaugebiete.

 

Im Lauf von Millionen von Jahren entstanden die geologischen Strukturen der Wachau, die Urgesteins Verwitterungsböden. Darüberhinaus ist das Mikroklima an der Donau von großer Bedeutung für den Obst- und Weinbau. Der feinfruchtige Riesling ist eine besondere Rebsorte die hier bei geringer Bodenauflage mit ihren Wurzeln in den Gneisfels dringt. Der Riesling gilt als König der Weißweine. Und jetzt ein Achterl Wachauer Steinfeder- Federspiel- oder Smaragd Wein verkosten? vom Singerriedel, Ried Achleiten oder Tauseneimer Berg…..?

Kultstätte und Wehrkirche

Auf dem Drahtesel fahren wir weiter bis St. Michael. Vor langer Zeit war an dieser Stelle eine keltische Opferstätte. Später, unter Karl dem Grossen, wurde der Platz mit dem Bau einer Kapelle für christliche Feiern genützt.

 

unter Karl dem Grossen, wurde der Platz mit dem Bau einer Kapelle für christliche Feiern genützt.

 

Die Wehranlage aus 1530 hatte ursprünglich 5 Türme und eine Zugbrücke und die Kirche bot einen Schutzraum für die Bewohner des kleinen Ortes. Erwähnenswert ist die Renaissanceorgel in der Kirche als eine der ältesten erhaltenen in Österreich.

Pitoreske Dörfer im Herzen der Wachau

Auf einer alten, jetzt für Radfahrer bestimmten Straße, ist für eine kurze Strecke der Donauradweg angelegt. An Weingärten vorbei radeln wir durch Wösendorf und erreichen kurz darauf Weissenkirchen. Alte denkmalgeschützte Wachauer Bürger Häuser prägen das Ortsbild. Hervorzuheben ist der Theisenhoferhof ein aus 1335 stammender ehemals gotischer Bau. Später wurde er im Renaissancestil umgebaut, vergrößert und mit Wehrtürmen und Mauern geschützt. Das Wachau Museum und eine Galerie (mit Ausstellungen bekannter Künstler) können heutzutage in diesen Räumen besucht werden. Im schönen Renaissance Arkadenhof finden im Juli und August alljährlich die Wachau Festspiele statt.

Erfrischendes Donau Flussbad 

Wir fahren zur Fähre ans Donau Ufer. Unsere empfohlene Radtour setzen wir am südlichen Donauufer fort.
Eine überdimensionale Nase ragt hier aus dem Boden. …
Es ist ein Kunstobjekt der österreichischen Künstlergruppe Gelitin. (Initiiert und ermöglicht durch Kunst im öffentlichen Raum des Landes Niederösterreich).
Obstgärten, Weingärten und Auwälder begleiten unseren beschaulichen Radweg. Ist es ein sehr heißer Tag? Es gibt  Kies- und manchmal auch Sand Strände, probieren wir, ein erfrischendes Donaubad.

Salzburgs geistliche Herrschaft in Arnsdorf

Rossatz Arnsdorf heißt die langgestreckte Gemeinde am Donau Südufer. Sie ist das größte Marillenanbaugebiet in der Wachau. Die Arnsdörfer standen knappe 1000 Jahre unter der Herrschaft der Salzburger Erzbischöfe. Für die Bistümer und Klöster war die Weinproduktion der Wachauer Arnsdörfer von großer Bedeutung.

 

Mit der Säkularisierung 1803 endete die geistliche Herrschaft auch in Arnsdorf.

 

In Oberarnsdorf erinnert der vom Erzstift St. Peter errichtete Salzburgerhof an diese Zeit. Mit der Säkularisierung 1803 endete die geistliche Herrschaft auch in Arnsdorf.

Hier lebten die Römer

Sehr frühe Besiedlung bezeugen Funde aus der Steinzeit und der Eisenzeit.
Der Limes der römischen Provinz Noricum verlief entlang dem rechten Donau Ufer. Mauerreste von zwei Wachtürmen des Limes und Reste einer römischen Straße, einer wichtigen römischen Handelsroute, sind in Bacharnsdorf und Rossatzbach zu sehen.

Von Rossatzbach blicken wir auf Dürnstein.

 

Ein besonderes Erlebnis an der Donau bietet ein Besuch der mittelalterlichen Stadt Dürnstein. Die berüchtigten Kuenringer herrschten hier im Mittelalter. Sitz waren z.B. die Burgen von Aggstein und Dürnstein. Die Söhne Hademars II. waren als Raubritter und „Hunde von Kuenring“ verrufen. Eine weitere historische Begebenheit war die Inhaftierung des legendären englischen Königs Richard I. Löwenherz auf Burg Dürnstein an der Donau. Während des Kreuzzugs nach Jerusalem geriet er mit Leopold V. in Konflikt. Nach seiner Rückkehr wurde er 1192 in einem Wirtshaus in Erdberg bei Wien erkannt. Daraufhin wurde er durch Leopold I.von Österreich gefangen genommen und Leopold liess seinen prominenten Gefangenen auf den Dürren Stein an der Donau bringen.

Der blaue Turm, Wahrzeichen der Wachau

Richtig, hier wartet eine Fähre und bringt uns nach Dürnstein an die nördliche Uferseite.
Ein Bilderbuch Städtchen begrüßt seine Gäste. Viele Geschichten erzählen von der Burg Dürnstein und der Gefangennahme Richard Löwenherz. Das Augustiner Chorherren Stift Dürnstein, ein ehemaliges Kloster, kann besichtigt werden. Der blaue Kirchen Turm der Stiftskirche gilt als das Wahrzeichen der Wachau.

Beste Weine in der Wachau

Wir radeln an der “Domäne Wachau” vorbei. Mit Führung durch die Produktions- und Kelleranlagen dieses Betriebes können wir Wissenswertes zum Weinanbau und den Besonderheiten dieser renomierten Weinregion Wachau erfahren.

Durch Loiben radeln wir auf der alten Fahrstrasse, an Weingärten und felsigen Berghängen vorbei. Durch Förthof (der Name Fört, auch Furt, bezeichnet eine alte Überführ ans andere Ufer) und schon sind wir in Stein angekommen. Krems/Stein ist das Ziel unseres Wachau Ausflugs mit dem Rad. Eine sehr schöne unverändert erhaltene Altstadt, aus der Blütezeit dieser ehemaligen Donau Handelsstadt, können wir bestaunen.

Mit der Bahn zurück nach Wien

Am Bahnhof angelangt geben wir die Fahrräder zurück und steigen glücklich nach einem schönen Tag in die Bahn nach Wien.
Im Stundentakt fährt ein Zug von Krems Hauptbahnhof nach Wien Franz Josefs Bahnhof. Eine Stunde dauert die Fahrt zurück in die Hauptstadt Wien.

Von Wien Hauptbahnhof fährt zwei mal in der Stunde ein Zug nach Melk. Nur eine Stunde dauert die Bahnfahrt. In Melk spazieren wir durch die kleine Stadt hinunter Richtung Donau. Wir queren die Autostrasse zur Donau und sehen den Radverleih von www.wachau-Touristik.at ( Pionierstrasse, tel.: 0664 222 20). Ein Tourenrad empfehlen wir für diesen Radausflug.  In Krems angelangt geben Sie das Leihrad am Bahnhof zurück. Züge fahren im Stundentakt von Krems nach Wien Franz Josefs Bahhof. Ohne umsteigen fahren wir eine gemütliche Stunde. Am Abend sind wir zurück in Wien.

Ein Tipp für die nächste Wachautour: Eine Teilstrecke könnten wir auch mit einem Donauschiff durch die Wachau fahren. Das ist ein besonderes Erlebnis.